Tütenlampe

Tütenlampe in neuem Look

Der spezielle Chic der 50er Jahre ist ohne eine Tütenlampe nicht perfekt. Die meisten dieser Lampen haben drei einzelne Tüten, die oft auch einzeln an und ab zu schalten sind. Klassischerweise sind die einzelnen Lampenschirme unterschiedlich gestaltet. Auch in der Oberfläche des Stoffes unterscheiden sie sich häufig.

Glastüten

Die passende Glas- oder Metalltüte für diese Lampen zu finden ist echt schwierig. Beide Materialien sind schwerer als die klassische Stoff-Pappe-Variante und müssen perfekt passen. Außerdem sind Glastüten unfallträchtig. Wenn da zwei aufeinander schlagen, gibt es schnell Risse oder gar Scherben.

Glasschirme für Tütenlampe
Augen auf beim nächsten Flohmarktrundgang

Von der Optik her, sind sie aber echt cool…

Tütenlampe aufpeppen

Vielen Tütenlampen, die ich bekomme, fehlt genau eine Tüte. Das ist wie mit Gläsern, die immer zu fünft daher kommen…

Ursprünglich waren die Tüten aus versteiftem Stoff oder Papier. Zu erkennen an dunklen Brandflecken und der Albtraum aller Feuerwehrler…

Beim Austausch arbeite ich gern mit einer Kombination von Pappe und Stoffe. Beides natürlich schwer entflammbar. Und die neuen Energiesparlampen, die nicht mehr so heiß werden, helfen auch 😉

Die Stoffe sollten auf jeden Fall optisch harmonieren. Sehr gerne nehme ich Stoffproben für Gardinen, Bezüge oder Ähnliches. Da sind einige Muster in verschiedenen Farbvarianten und man bekommt sie für kleines Geld. Das sieht super aus. Ganz traditionell machen ich, dann noch eine einfarbige Tüte dazu.

Stoffmuster
Wenn die Farbe stimmt, kann man auch auf Muster verzichten – es soll halt in euer zuhause passen

Für den Lampenschirm schneide ich wahlweise Pappe oder auch Lampenschirmfolie (die ist halt teuerer, aber für kleine Tüten kann ich da manchmal Reststücke verwerten) in Form. Die Schablone habe ich aus einer der alten Tüten gemacht… häufig neu, weil da nichts genormt ist.

Der Stoff wird dann, je nach Material, umgenäht oder auch nur mit einer Zickzackschere vor dem Aufdröseln bewahrt. Falls ihr ganz sichergehen wollt, könnt ihr auch mit einem Schrägband oder einer netten Borte am Rand arbeiten.

Die Schirmfolie ist auf einer Seite selbstklebend, bei Pappe müsst ihr eigenen Kleber verwenden. Ich nehme Holzleim – der verteilt sich gut und trocknet auch gut ab. Auch hier gilt natürlich – achtet auf den Stoff. Nicht jeder Stoff trocknet blickdicht ab und ihr ärgert euch, wenn ihr nachher Klebespuren seht. Also erst mit einem kleinen Stück und ausreichender Zeit testen – geht nämlich nicht mal so nebenbei 😉

Wichtig ist bei den Stofftüten auch die Befestigung an der Fassung – die Spannung des Schirms allein, hält die Lampe nicht zusammen. Ich schneide eine Scheibe aus Pappe oder Lampenfolie, loche diese (eure Finger werden schnell merken, warum) und vernähe sie dann mit dem Lampenschirm.

TütenlampeUnd nein – ich lasse den Messingstiel so, wie er ist: mit dunklen Stellen und der ein oder anderen Macke. Nur die Elektrik Wechsel ich aus. Also lasse ich von Guido auswechseln.

Anne

Die Frau im Hintergrund. Für Ideen, Deko und Werbung zuständig und selten im Laden anzutreffen. Aber in Gedanken fast immer dabei...
Anne

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