Vintage Look – Gartentisch


Die Fülle der Abkürzungen und Fachausdrücke im modernen Lifestyle treibt mich manchmal an den Rand des Wahnsinns – Vintage Look, Shabby Chic, DIY… all diese Begriffe tauchen wie aus dem Nichts auf und alle reden mit. Ich gestehe – ich muss da auch immer mal wieder nachfragen oder schauen, was nun wirklich gemeint ist.

Vintage oder Vintage Look

Das ist sozusagen die Königsklasse des derzeitigen Lifestyl. Original alte Teile aus verschiedenen Epochen, gerne mit Gebrauchsspuren oder mit dem Originalcharme alten Designs. Da mir Antiquitäten eher nicht zusagen, ist dies mein Ding – super in Kombination mit neuen Sachen. 

So steht bei uns zum Beispiel ein alter Jokeltisch, dessen Platte Brandwunden, Gebrauchsspuren und abgewetzte Ecken hat, mit einer modernen Lampe und Designstühlen aus den 1970ern.

Shabby Chic

Nein – diese Teile sind nicht wirklich alt – maximal erwachsen. Und es gilt als Mädchenstil – also werden die Teile gerne mit hellen Tönen übermalt und künstlich älter oder gebrauchter gestylt. Gerade kleine Möbelteile eignen sich dafür hervorragend.

DIY 

DIY ist unter „do it yourself“ ja eigentlich wirklich schon immer in Deutschland verbreitet… aber ich musst echt googeln, als ich das erste mal den Ausdruck hörte 🙂

Ein Blog, der euch gut zeigt wie man die drei Dinge dann doch sehr gezielt miteinander verbinden kann, ist der von Tanja – er heißt „Shabby Chic and I“. Da seht ihr auch, was ich mit Mädchenstil meine. Alles ist etwas romantisch und verspielt – Guido hat es erst schätzen lernen müssen…

_DSC6525Nun aber endlich zum Gartentisch. Den habe ich zusammen mit den Stühlen bekommen und gleich als völlig perfekt einstufen können. 

Die Tischfläche ist mehrfach dunkelgrün gestrichen worden. Inzwischen kann man nur noch vermuten, wie oft. Oft! Daher ist sie jetzt recht rau und weist schöne Schattierungen auf. Auch hier kommt natürlich gleich wieder Eves Angst, diese zu verlieren.

Wir diskutieren heiß über mögliche Konservierungsmaßnahmen:

Klarlack scheidet sofort aus. Der macht alles zu glänzend und würde eventuell sogar die alte Farbe an einigen Stellen anlösen – das ist nicht im Sinne des Erfinders.

Lasur – klingt schon vielversprechender. Schließlich soll die die Struktur darunter bewahren. 

_DSC6548Mit Öl oder Firnis einlassen (natürlich Guidos Idee) – doch ich befürchte, dass das nicht den gewünschten Konservierungsefekt hat – ich kenne es schließlich von einigen anderen Möbeln, bei denen Guido es gemacht hat. Wasserabweisend ist das maximal zwei Wochen. Dann löst es sich auf und ich habe doch wieder das Problem mit dem Regen (wobei dieser Sommer ja endlich mal zeigt, wie Trockenheit funktioniert – die Blumen und Tiere bekommen daher schon seit Wochen Wasser – der Rasen muss darben – aber meinen Möbeln tut es gut).

Hat mich locker anderthalb Stunden im Baumarkt gekostet, alle Gebrauchsanweisungen, Anwendungsbereiche und Inhaltsstoffe zu vergleichen.

Schließlich fällt meine Wahl auf Holzsiegel. Das scheint mir eindeutig am Geeignetsten und so trage ich es erst auf der Unterseite und dann mit großzügigem Schwung auf der Tischplatte auf.  Und auch wenn man gleich einen deutlichen Farbunterschied sieht – hell werden die Farben durch die Sonne von  alleine wieder. Aber es fühlt sich auch gut an, wenn es versiegelt ist. Das finde ich nicht unwichtig.

_DSC6572Das Gestänge habe ich – wie bei den Stühlen – nur grob mit der Drahtbürste von Rost und lockeren Farbplacken befreit und dann mit weißem Hammerite überstrichen. So sollte es ein paar Jährchen halten…

Unsere Katzen haben sich natürlich gleich von der doofen kleinen Sitzfläche der Stühle verabschiedet. Was eine richtige Katze ist, die liegt elegant und breitwürfig auf dem Tisch.

 

 

 

 

 

 

Anne

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